Konsequenzen


Die Folgen der Schlafstörung?

Welcher Art der Schlafstörung auch Auftritt, die Konsequenzen für das alltäglich Leben sind oft gravierend.

Insomnie-Patienten werden häufiger depressiv, erleiden öfter Angstzustände und Panikattacken. Man kann also sagen, dass erhebliche Insomnie genau so lebensqualitätverringend und belastend ist, wie andere chronische Krankheiten (z.B. Diabetes, rheumatoide Arthritis oder Herzleiden).

Sicher erscheint auch ein größeres Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen für diesen Personenkreis. In einer Untersuchung, zitiert von einem deutschen Schlafforscher, wurden 1000 Probanden mit Schlafstörung einer gleichgroßen Anzahl ohne Probleme gegenübergestellt. Fazit, schlechte Schläfer kommen auf doppelt so viele Krankenhaustage und konsultieren ihren Hausarzt öfter als nicht Betroffene.

Leider werden Schlafstörungen von den Betroffenen noch immer viel zu wenig als Beschwerde genannt oder den Ärzten erzählt. Wenn man die Schlafstelle von eine/r/m RutehgeherIn untersuchen lässt, kann man mit “minimalen Aufwand” auch etwaige Probleme der Schlafumgebung in den Griff bekommen. Oft kann schon damit erhebliche Lebensqualität gewonnen werden, respektive ein wirklich sehr erholsamer Platz für Körper und Geist gefunden werden.

Schlaftagebücher sind für die Offenlegung von Ursachen der Schlaflosigkeit sicher eine große Hilfe. Auch das Erkennen von womöglich erlernten Reaktionsmustern. Das der Medikamentengebrauch auch eine wichtige Stelle einnimmt, versteht sich wohl von selbst.

Je genauer die Ursachen der Schlafstörung abgeklärt werden, desto besser sind die Behandlungsaussichten. Die Forscher betonen hierbei immer den Wert der Polysomnografie im Schlaflabor, den es ist schon irgendwie einzigartig in der Medizin, das eine Krankheit behandelt wird, ohne zuvor das betroffene Organsystem zu untersuchen (das wäre so ähnlich als würde eine Diabetes-Einstellung ohne Bestimmung des Blutzuckers erfolgen).

In der Regel sind 30% der Fülle von Schlaflosigkeit physisch bedingt, für den Rest können keine körperlichen Ursachen festgestellt werden.