Wandschimmel Teil 2


Beispiel: Ein Schlafzimmer hat eine Fläche von 15 m² und ist 2,50 m hoch. Da passen knappe 38 m³ Luft hinein. Hat die Luft nun eine Temperatur von 23° C, dann schwebt in Ihrem Schlafzimmer (bei 100 % relativer Luftfeuchtigkeit) fast 1 Liter Wasser.

Ein weiterer Faktor bestimmt diese Luftfeuchtigkeit: Während ein Mensch schläft, verdunstet er/sie pro Nacht und Person bis zu 1 Liter Wasser. Das ist eine ganze Menge Feuchtigkeit, welche die relative Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zusätzlich erhöht. Schlafen im Zimmer mehrere Personen (natürlich auch Kinder), kommen einige Liter Wasser zusammen, die bei falschen Maßnahmen an den Außenwänden kondensieren können.

Je wärmer die Luft, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Je Kubikmeter (m³) Luft sind das bei

- 7° C = 2,2 g
0° C = 4,4 g
+ 10° C = 8,8 g
+ 15° C = 11,0 g
+ 20° C = 17,0 g
+ 23° C = 20,0 g

Wieviel Wasserdampf kann täglich durchschnittlich in einem 4-Personen-Haushalt entstehen:

  • 2.000 g durch Kochen
  • 3.000 g durch Baden, Wäschewaschen und Blumengießen
  • 100g atmet und schwitzt ein normal arbeitender Mensch stündlich aus

Wie bekommen Sie diese Feuchtigkeit aus ihrer Wohnung?
Ganz einfach: Wenn Sie jeden Tag ein- oder zweimal die Fenster Ihrer Wohnräume fünf bis zehn Minuten weit öffnen, wird die warme und daher feuchte Luft gegen die kalte und daher trockene Außenluft ersetzt. Das ist die einfachste und beste Vorbeugung gegen feuchte und damit über kurz oder lang verschimmelte Wände.

Was soll ich bei Schimmelbefall tun?
Zunächst müssen sie abklären wo und warum Schimmel entsteht. Kleinere Flächen können sie mit diversen Schimmelentferungsmitteln behandeln, die feuchte Stellen danach mit einem Heißluftföhn trocknen. Als Nachbetreuung müssen sie die Luftfeuchtigkeit in den Räumlichkeiten auf Dauer senken (siehe oben). Bei gröberen Befall holen sie dringend eine/n Fachfrau/mann , die/der sie berät. 1,5 % der österreichischen Bevölkerung sind allergisch auf Schimmelsporen.